„Eat the Rich“ in Ottakring

Die Kommunistische Initiative, die Kommunistische Jugend und der Kommunistische StudentInnenverband zogen am Samstag, den 2. Oktober mit einer „eat the rich“-Demonstration durch die den Wiener Arbeiterbezirk Ottakring.

Unter den RednerInnen fanden sich die Spitzenkandidaten der KI für die Bezirksratswahlen, Gerhard Dusek und Volker Schirmacher, AK-Rat Otto Bruckner und KOMintern-Vorsitzender Nadir Aykut. Für die Kommunistische Jugend Österreichs in Wien sprach Ramón. Die Rede findet sich am Ende.

Die Demonstration zog quer durch den Bezirk und hielt mehrere Zwischenkundgebungen ab, unter anderem an zwei verschiedenen Stellen des Brunnenmarktes, wo der Zuspruch der Bevölkerung besonders stark war. „Natürlich ging es nicht darum, die Reichen aufzuessen, sondern darauf hinzuweisen, dass die Reichen in Österreich kaum Steuern zahlen, während die Armen immer ärmer werden“ zog KI-Vorsitzender Otto Bruckner ein Resümee, „und das haben die Menschen durchaus verstanden und uns recht gegeben“.

„Genossinnen und Genossen!

Proletarierinnen und Proletarier!

Die Krise, welche die Kapitalisten verursacht haben, kostete uns, das österreichische und internationale Proletariat, bereits eine Reihe von Jobs. Viele, die ihre Jobs nicht verloren haben, fielen dafür in die Kurzarbeit. Währenddessen rettete „unsere“ Regierung nur die Banken und Konzerne. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass diese Rettung von unseren Steuergeldern bezahlt wurde. Dabei machten die europäischen Staaten auch noch Schulden in überdimensionalen Ausmaßen. Diese Schulden sollen jetzt nicht die Banken und Konzerne zurückzahlen, sondern wir. Ein Paradebeispiel für Umverteilung von unten nach oben!

Konkret bedeutet das, dass wir mit allerlei sozialen Kürzungen in den nächsten Jahren zu rechnen haben. Wer glaubt, dass diese Maßnahmen notwendig sind, oder dass diese Maßnahmen  irgendwann wieder zurückgenommen werden, ist auf dem Holzweg. Dass die Bourgeoisie derart asozial ist, ist nichts Neues. Dass ist auch ein Problem, dass sich erst durch die revolutionäre Beseitigung der Bourgeoisie selbst lösen lässt, also in nächster Zeit durch gar nichts. Ein konkreteres, und viel größeres Problem ist, dass die Werktätigen in Österreich, wie auch in vielen anderen europäischen Ländern, ihr Klassenbewusstsein verloren haben, und so den Kapitalisten freie Bahn geben. Dieses Problem gilt es zu ändern!

Schaut nach Griechenland! Dort gibt es ein wehrhaftes Proletariat! Und dort gibt es auch eine starke kommunistische Partei, welche die Arbeiter anführt. So eine Partei gibt es bei uns leider noch nicht. Was es aber, bei uns in Ottakring gibt, ist die Kommunistische Initiative. Die KI hat zwar noch nicht das Potenzial die Arbeiter in einem Streik oder gar einer Revolution zu führen, aber sie kann die Arbeiter beraten und sammeln und somit mit Unterstützung der Werktätigen zu einer Kraft werden, welche die Arbeiter anführt. In diesem Sinne: Ergreift die Initiative! Am 10.10. in Ottakring und der Leopoldstadt die Kommunistische Initiative wählen!

Für die Jugend wird es in der Zukunft auch immer schwieriger durchs Leben zu kommen. So verschlechtern sich die Bedingungen der Lehrlinge immer mehr. Zum Beispiel wurde der Kündigungsschutz aufgehoben. Des Weiteren wird es auch immer schwieriger auf die Universität zu kommen. Vor Allem beim Medizinstudium wird man kaum aufgenommen. Und auf der anderen Seite haben wir zu wenige Ärzte. Dass darunter das Gesundheitssystem leidet ist wohl jedem klar! Kurz: Unser aller Zukunft sieht nicht gerade gut aus. Hauptsächlich betroffen sind hier natürlich wir Jugendliche, weil wir mit diesen Problemen zu kämpfen haben werden.

Doch die Zukunft muss nicht diesen Weg gehen, den sie momentan geht. Doch eine andere Zukunft, als eine des Elends, gilt es zu erkämpfen. Daher rufe ich alle Jugendliche auf: Kommt zur Kommunistischen Jugend Österreichs. Kämpft mit uns für eine lebenswerte Zukunft für alle. Diese kann es nur geben, wenn es von der Eat the Rich Demo im Oktober zum Oktoberstreik und zur Oktoberrevolution weitergeht! Tretet einfach mit uns in Kontakt und kommt am Donnerstag um 19 Uhr einmal bei uns im Lokal Ecke Rankgasse/Huttengasse hier in Ottakring vorbei. Wer sich nicht organisiert, kann keine großen Veränderungen erreichen, schon gar keine zum Sozialismus hin. In diesem Sinne: Rot Front!“


[Teile dankend übernommen von kommunisten.at]

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