Dokumentiert: Unsere Rede bei der NoWEF-Demo

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen,

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig. Aber es ist meine Klasse, die reiche Klasse, die Krieg führt und wir sind dabei, zu gewinnen.“ Dieser Ausspruch von Warren Buffet, einer der reichsten Menschen der Erde, dürfte wahrscheinlich den meisten hier Teilnehmenden bekannt sein.

Wieso ich ihn dennoch zitiere? Weil Warren Buffet recht hat. Es herrscht Klassenkrieg! Und dieser Klassenkrieg passiert nicht nur irgendwo, weit weg von uns. Er ist auch bei uns allgegenwärtig. Und nicht nur heute, da das Weltwirtschaftsforum mal wieder zu einem Meeting in Österreich ruft und die Exekutive ihre Macht gegen jedweden Protest demonstriert und selbst die wenigen noch verbliebenen demokratischen Rechte außer Kraft setzt.

Nein! Jeder Einschnitt in das Sozialsystem, jeder Abbau demokratischen Rechte, jedes Sparpaket, jede Lohnkürzung bedeutet einen Angriff auf uns Werktätige, die Mehrheit jeder Gesellschaft.

Dieses WEF-Treffen dient dazu, diese Angriffe zu verbessern, denn all diese Maßnahmen bedarf Koordination, Diskussion und Planung. Es geht bei diesem Treffen von  500 Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Regierung nur um die Interessen jener, die gegen uns in Österreich und gegen unsere Klassenbrüder und -schwestern in den unterdrückten Ländern Belastungspakete, Lohnkürzungen, längere Arbeitszeiten und vieles mehr durchsetzen wollen, um noch bessere Bedingungen für ihre Unternehmen zu schaffen. Es geht um die Interessen jener, welche die Länder Jugoslawiens niederwarfen und zerstückelten und dort alle sozialen Rechte zerschlugen. Es geht um die Interessen jener, die rund um den Globus Völker unterdrücken und Kriege führen, wie heute im Irak, Afghanistan, oder auch Libyen. Und in der Hofburg diskutieren auch jene, die versuchen Griechenland in eine vollständige Kolonie zu verwandeln. Doch wir lassen uns nicht in Österreicherinnen und Österreicher, Deutsche, Griechinnen und Griechen, Türkinnen und Türken spalten. Denn der griechische Arbeiter bzw. die griechische Arbeiterin steht uns unendlich mal näher, als ein Lugner, Mateschitz oder eine Fekter! Denn: „Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten!“ Hoch die internationale Solidarität!

Wir als junge Kommunistinnen und Kommunisten, die in Österreich aktiv sind, sehen die Wurzel von Rassismus, Krieg, Faschismus, Armut, Frauenunterdrückung, etc. jedoch nicht im WEF, wobei ein kämpferischer Protest wichtig ist, da dies eine notwendige Institution zur Aufrechterhaltung des momentan herrschenden Gesellschaftssystems ist. Denn der Kapitalismus in seinem imperialistischen Stadium beruht auf der Ausbeutung der ArbeiterInnen und die Ausplünderung der Ressourcen dieser Welt, um Gewinne zu machen und sich erfolgreich gegen jede Konkurrenz durchzusetzen. Und das Alles auf Kosten der Werktätigen, weltweit.

Doch es regt sich Widerstand gegen diesen Zustand. Beispielsweise wehren sich die Werktätigen Griechenlands und Spaniens massiv gegen die unverschämten Sparpakete und den Ausverkauf ihrer Länder zur Sicherung der Profite der Großkonzerne. Ebenso haben die Völker Nordafrikas begonnen, sich gegen ihre Herrschenden zur Wehr zu setzen. Diese beiden Beispiele zeigen uns, wie eine bessere Welt erkämpft werden kann.

Denn nur durch revolutionären Klassenkampf und den letztendlichen Sturz des Kapitalismus wird sich etwas ändern.

Bildet euch! Organisiert euch! Fangt an zu Kämpfen. Lasst Warren Buffet nicht Recht behalten.

Kein Friede dem Kapital! Weder seinen Institutionen noch seinen Marionetten in Regierung und Medien!

Sozialismus statt Barbarei! Für den Kommunismus!

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