Blockade des Uni-Senats am 26. April

Am 26. April versammelten sich mehrere hundert Studenten ab 13 Uhr vor der Uni-Rampe (unsere Rede findet man am Ende dieses Artikels), um im Anschluss daran den Zugang zu dem Universitätssenat zu blockieren, der sich im Hauptgebäude der Uni Wien befindet. Der Zweck dieser Sitzung war die Wiedereinführung von Studiengebühren. Studierende wollten diesen drohenden Beschluss anfechten und versperrten die Zugänge. Mit friedlichen Mitteln. Einige Stunden lang konnten so Senatsmitgliedern der Zutritt verwehrt werden. Die Sitzung verzögerte sich dadurch und wurde dann in das Büro des Senats evakuiert.

Aber auch die Kundgebung wurde nun dorthin verschoben. Vor der Tür spitzte sich der Protest zu. Durch laute Rufe und Pfiffe der Menge, die den Gang ausgefüllt hatte, kam unsere Meinung zum Ausdruck. Einige versuchten auch die Sitzung zu stürmen und die Wiedereinführung der Studiengebühren auf diese Weise doch noch zu verhindern. Die extra für diese Senatssitzung bereitgestellten Securities verhinderten dies aber.

Der Beschluss der erneuten Einführung von Studiengebühren konnte das aber nicht aufhalten. Auch ließ der Rektor die Kiwarei antanzen, die schlussendlich die Blockade beendete – ohne Ankündigung und mit überzogenem Eifer!

Nun sammelte sich der Protest im Arkadenhof. Hier wurde auch eine Schattenseite des Protests augenscheinlich. Dort, aber auch in den Hörsälen saßen etliche Studierende, die mit der Demonstration nichts anfangen konnten, oder sie nicht interessierte. Spontan wurde danach noch der Ring kurzzeitig blockiert und „Erst freie Bildung, dann freie Straßen“, gerufen.

Trotz des Beschlusses, war diese Aktion ein wichtiges Signal gegen diese Politik und auch gegen die Apathie bei den Studierenden.

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Rede von Lukas F. (Kommunistischer Studentenverband).

Liebe Freundinnen und Freunde,
Der Kommunistische StudentInnenverband möchte sich an dieser Stelle noch einmal mit den Protesten der Internationalen Entwicklung vergangene Woche solidarisieren.
Die Internationale Entwicklung ist kein Einzelfall.
Sie fügt sich in ein Gesamtbild des Kaputtsparens ein. Von Töchterle und seinem Schoßhündchen Rektor Engl werden fächerübergreifend Zugangsbeschränkungen eingeführt.
Neben der STEOP-Knock-Out-Phase sollen nun wieder Studiengebühren beschlossen werden.
Eine autonome Eintreibung der Studiengebühren wird der Universität nicht genügend Geld bringen.
Im Gegenteil: Es wird hunderten Studierenden das weiter studieren verunmöglicht.
Die Illusion von einem fairen Beitragssystem müssen wir verwerfen. Ein ausgewogenes Stipendiensystem würde mehr kosten als die Studiengebühren  einbringen würden.
Und ein Schuldenberg vor dem Berufsleben ist schlicht inakzeptabel.
Wir brauchen eine öffentliche Finanzierung!
Und sie können uns nicht einreden, dass das möglich ist wenn sie im gleichen Atemzug den Banken Milliarden hinterherschmeißen. Sie wollen ein elitäres Bildungssystem und heute werden sie wieder  merken, das wir uns das nicht gefallen lassen!
Fordern wir Vermögensteuern statt Studiengebühren.
Blockieren wir Studiengebühren!

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