Zur Dokumentation: Unser Flugzettel auf der Demo gegen das österreichische FremdenUNrecht

ABSCHIEBUNGEN VERHINDERN!

Abschiebung – brutale Praxis[1]
Jeden Tag werden Menschen aus Österreich abgeschoben. Allein im ersten Halbjahr 2012 (Jan. bis Aug.) waren das 1238 Menschen. Das bedeutet, jeden Tag wurden in Österreich im Schnitt 5 Menschen gegen ihren Willen in ein Land zurück verschleppt, aus dem sie geflohen sind um Krieg, Hunger und Tod zu entgehen. Dabei wird ohne Rücksicht auf Verluste agiert, egal, ob klar ist, dass der Tod auf die Betroffenen wartet oder nicht; die Abschiebung wird durchgeführt. Wenn es sein muss, dann auch mit Gewalt. Selbst vor dem Tod der Betroffenen wird nicht zurückgeschreckt, wie der Fall von Marcus Omofuma auf erschreckende Art und Weise gezeigt hat. Ihm wurde mit Klebeband der Mund und die Nase verklebt, er wurde unter Schlägen im Flugzeug fixiert, wo er qualvoll erstickte. Er war in Österreich nicht straffällig.

Als ob über 1200 Abschiebungen noch nicht genug wären, kommen noch einige andere  Arten der „Rückführung“ dazu. Bei diesen Zahlen noch nicht mit einberechnet sind die 811 „Zurückschiebungen“ (ebenfalls eine so genannte „aufenthaltsbeendende Maßnahme“) und die 2100 „freiwilligen“ Ausreisen die es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits gab. Würden die Personen nicht freiwillig ausreisen, würden sie genauso brutal abgeschoben werden.

Kämpfen wir gemeinsam dagegen!
Der Kampf gegen die Abschiebepraxis muss auf zwei Ebenen passieren. Einerseits durch den zivilen Ungehorsam, durch den die eine oder andere Abschiebung bereits verhindert werden konnte. Das beherzte Eingreifen von Passagieren und AktivistInnen kann verhindern, dass Familien auseinander gerissen werden und oft sogar Leben retten!

Andererseits leben wir in einer Gesellschaft, in der es schon zum guten Ton gehört, dass man über „die Ausländer“ schimpft, Menschen die um Asyl ansuchen, beschimpft werden und andere, die nur fremd aussehen unter Generalverdacht gestellt werden. All das hat System. Daher müssen wir einen politischen Kampf organisieren gegen ein System, das es als „Naturgesetz“ darstellt, dass Menschen abgeschoben werden. Ein System in dem es selbstverständlich ist, dass Flüchtlinge und MigrantInnen ganz nach belieben aus dem Land und oft in den Tod geschickt werden. Ein System in dem Leben nichts und Profit alles ist.

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