Dokumentiert: Unsere Rede vor der französischen Botschaft

DSCN1233Liebe Freundinnen und Freunde der Völkerfreundschaft, liebe Genossinnen und Genossen,

neuer Krieg, dieselbe Kackscheiße. Auch bei der jetzigen Mali-Intervention Frankreichs versuchen uns die Herrschenden über ihre gleichgeschalteten Medien von der Notwendigkeit dieses Kriegseinsatzes zu überzeugen. [hier gibts einen ganz guten Überblick über die Geschichte Malis und die jetzige Intervention Frankreichs] Und jedes Mal muss ich an den so gut dazu passenden kurzen Text vom französischen Philosophen Voltaire denken, den ich euch hier heute nicht vorenthalten möchte:

„Der Begriff des Gerechten ist so natürlich und allgemein anerkannt, eine solche Grundwahrheit, dass die größten Verbrechen, unter falschem Vorwand der Gerechtigkeit ausgeübt werden müssen. Das größte, das unheilvollste aller Verbrechen, der Krieg, wird von keinem Angreifer unternommen, ohne dass er seine Untat mit dem Vorwand der Gerechtigkeit rechtfertigt.“

Und genau so funktioniert die imperialistische Kriegslegitimierung auch ca. 250 Jahre nach Entstehung dieses Textes jedes Mal aufs Neue. Die Bourgeoisie und seine Lakaien in Politik und Medien versuchen uns mit so moralisch gut klingenden Begriffen, wie „humanitäre Intervention“, „Schutz der Menschenrechte“, „Krieg um des Friedens willen“ oder „Zurückdrängung des Islamismus“ Honig ums Maul zu schmieren, damit wir ihre Lügen schlucken und uns ja nicht gegen ihre Kriege und Ungerechtigkeiten aufmucken! Doch wir sagen: Niemals! Niemals wird ihnen das gelingen.

Um aber auf die aktuellste Grausamkeit dieses Menschenrechts-Imperialismus zu kommen, weswegen wir uns heute hier versammelt haben: auch bei diesem militärischen Eingreifen Frankreichs in seiner ehemaligen Kolonie Mali wird uns vorgegaukelt, dass es gerechtfertigt ist die dortige Bevölkerung zu bombardieren, da es ja gilt Menschenrechte vor der islamischen Gefahr zu schützen, mit der man allerdings in Syrien ganz gut zusammenarbeitet. Es ist dies alles nichts mehr als eine dreiste Lüge und Verarschung der Bevölkerung! Denn es geht all diesen Menschenrechts-Imperialisten, von den USA, über Deutschland, Frankreich, Großbritannien, bis zu Österreich als Helfershelfer im Verband v.a. mit Deutschland und der EU, nur um eines: Schutz der Einflussgebiete, der Konzerne, des Absatzmarktes. Und das alles im Zusammenspiel mit einer Regierung, die das umsetzt, was in Malis Fall die französische Bourgeoisie ihr vorgibt.

So ist es auch nur konsequent, dass französische Elitesoldaten lieber das Uranbergwerk eines der weltweit größten Atomenergiekonzerne Areva an der Grenze Mali/Niger schützen, als gegen wirkliche Menschenrechtsverletzungen, die die verbündete malische Armee in den zurückeroberten Gebieten durchführt, vorzugehen. Aber hey denkt sich die französische Bourgeoisie, was sind schon ein paar tausend Tote Malierinnen und Malier im Vergleich zur Sicherung des Profits?

Wir als Vertreterinnen und Vertreter der Kommunistischen Jugend Österreichs erklären uns selbstverständlich solidarisch mit dem malischen Volk und all den anderen vom Imperialismus unterdrückten und militärisch angegriffenen Völkern dieser Erde. Wir verurteilen auf das allerschärfste die Intervention Frankreichs in Mali und die Unterstützung durch EU und USA! Besatzer raus aus Mali! Gegen jede österreichische Unterstützung dieses Verstoßes gegen das Völkerrecht!

In diesem Zusammenhang müssen wir jedoch auch die imperialistische Einmischung im Syrienkonflikt verurteilen, die mit der Stationierung von Patriot-Raketen an der syrisch-türkischen Grenze eine weitere Verschärfung erfahren hat!

Krieg dem imperialistischen Krieg! Hoch die internationale Solidarität!

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