Dokumentiert: Unsere Rede beim 12.Feber-Gedenken

DSCN1239Vergangenen Freitag beteiligten wir uns an der Gedenkkundgebung anlässlich des Jahrestages der Februarkämpfe 1934. Die kleine aber feine Demo führte vom Maria-Restituta-Platz (Handelskai) über den Gerl-Hof zum antifaschistischen Denkmal am Hochstättplatz. Folgend wollen wir euch unsere zum Auftakt gehaltene Rede nicht vorenthalten:

„Genossinnen und Genossen,
Freundinnen und Freunde,

es wurde schon viel über den 12. Februar an sich gesagt. Wir gedenken in bitterer Erinnerung den Schlächtern von ’34 und denen, die ihnen folgten. Als Kommunistische Jugend ist es uns ein besonderes Anliegen, hier zu sein.

Aber Gedenken heißt nicht allein, sich in Erinnerung zu rufen, wie die blutigen Februartage damals abliefen. Die Hände traurig zu falten, in den Schoß zu legen in Erinnerung an die gefallenen Antifaschistinnen und Antifaschisten wäre ihres Erbes und Beispiels unwürdig. Nein. Das Gedenken an den historischen antifaschistischen Kampf, ob im Feber, in Spanien oder anderswo, ist nur wirksam, wenn wir diesen Kampf wach halten und konsequent weiterführen.

Dieser Kampf ist notwendig – umso mehr, wenn in Oberösterreich ein militantes Netzwerk von 200 kriminellen Neonazis und ihren Kumpanen auffliegt.

Dieser Kampf ist notwendig – umso mehr, wenn in der Hofburg die Crème de la Crème der europäischen Rechten sich die Klinke in die Hand gibt.

Dieser Kampf ist notwendig – umso mehr, wenn Menschen, die seit Jahren in diesem Land leben, entmündigt werden, da sie nicht arbeiten, nicht für ihre Familien sorgen dürfen.

Dieser Kampf ist notwendig – umso mehr, wenn diese Menschen sogar vom rosaroten Bundespräsidenten gesagt bekommen, dass sie sich schleichen sollen.

Dieser Kampf ist notwendig – umso mehr, wenn für die gegenwärtige Krise wieder Sündenböcke (die Griechen) den wahren Schuldigen (den Zockern in Banken und Konzernen) vorgeschoben werden.

Dieser Kampf ist eben nicht allein ein Kampf gegen die Küssels, Straches und Dörflers dieser Welt. Der Faschismus fiel nicht vom Himmel – die Krupp, Raiffeisen und Konsorten haben ihn in an die Macht gebracht und entfachten einen Weltenbrand, wie sie ihn heute in Libyen und Syrien provozieren.

Der Faschismus war ein Glücksfall für das Kapital von der Wall Street bis Wien. Schließlich zerschlug er zuerst die Arbeiterparteien und Gewerkschaften und beraubte das Proletariat so mächtiger Werkzeuge. Denn das Kapital weiß: nur die organisierte ArbeiterInnenklasse wird sich Entrechtung, Lohndruck, Hetze und Kriegstreiberei  – und vor allem dem Faschismus – konsequent entgegenstellen.

Dieser Kampf ist notwendig – denn um den Faschismus auszurotten, müssen wir den Kapitalismus zerstören.“

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