Demo am 30. April: uneingeschränkte Arbeitserlaubnis für alle hier Lebende

Flüchtlinge und migrantische Studierende fordern:
„Wir wollen uneingeschränkt arbeiten können!“
„We want an unrestricted work permit!“
„Sınırsız çalışma hakkı istiyoruz!“

Dienstag, 30. April 17:30
Yppenplatz, 16., Nähe U6 Josefstädterstraße
Demo-Route: Yppenplatz | Schubhäfn Hernalser Gürtel | Alser Straße | Ring | Parlament | Oper (SJ-Fackelzug)
Lageplan: http://goo.gl/maps/SveKW

SOLI (Solidarische Linke) ruft am Tag der Arbeitslosen (30. April) und Vorabend des Tages der Arbeit zur Demo für eine uneingeschränkte ­Arbeitserlaubnis und den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit auf.

Arbeitsrecht. Studierende aus Nicht-EU Ländern dürfen nur 10 Stunden pro Woche arbeiten (Master-Studierende 20 Stunden). Die Arbeitserlaubnis erhalten sie immer nur für einen einzigen Job, gespickt mit Hürden und langen Wartezeiten. In der Regel müssen sie schlecht bezahlte Schwarzarbeit machen, wenn sie ein Auskommen finden wollen.

Jugendarbeitslosigkeit. Das ist kein rein ­österreichisches Phänomen, sondern hat viel mit der hohen Arbeitslosigkeit in der EU zu tun. Junge Menschen stellen einen gewaltigen Teil der Arbeitslosen: 5,7 der 26,3 Millionen ­Arbeitslosen in der EU sind unter 25 Jahre alt. In Österreich sind über 400.000 Menschen ohne Job – so viele, wie seit 1945 nicht mehr.

Krise und Sündenbockpolitik. Entweder will man migrantische Jugendliche zum Sünden­bock machen oder den „Einheimischen“ vermitteln, dass man ihre „KonkurrentInnen“ vom Arbeitsmarkt fernhält. Die Behandlung von MigrantenInnen hat mit den absurden Bankenrettungspaketen zu tun. Überall in der EU will man von diesen ­Schweinereien ablenken.

Widerstand. Auf den Straßen von Spanien, Griechenland, Italien und Portugal haben sich die empörten Jugendlichen längst Gehör verschafft und sind wichtiger Teil der Protestbewegungen. Wir demonstrieren gemeinsam:

• Für ein uneingeschränktes Arbeitsrecht für Flüchtlinge und migrantische Studierende
• Für den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit und für eine lebenswerte Zukunft
• Die Reichen sollen für die Krise zahlen

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Hast du gewusst?
• Studierende aus Drittstatten dürfen nicht bei ÖH-Wahlen antreten. Hunderte, die sich in Deutschkursen befinden, dürfen gar nicht wählen.
• Sie müssen doppelte ­Studiengebühren ­(726,72 €) bezahlen.
• Für ein Visum müssen sie am Konto 5.000 € vor­weisen (über 24 Jahre sogar 9.000 €).

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Organisiert von:
SOLI (Solidarische Linke)

Unterstützt von (alphabetisch):
• Alevitische Gemeinde Wien
• Alevitische Jugend Wien
• DIDF (Demokratik Işçi Dernekler Federasyonu, Föderation der demokratischen Arbeitervereine)
• KJÖ Wien
• KSŠŠD (Klub slovenskih študentk in študentov na Dunaju, Klub slowenischer StudentInnen in Wien)
• Refugee Protest Camp Vienna
• TU*Basis
• Verein KAMA (Kursangebote von Asylwerber_innen, Migrant_innen und Asylberechtigten)
• YXK (Yekîtiya Xwendekarên Kurdistan, Verband der Studierenden aus Kurdistan

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