Unsere Rede am 1. Mai 2013!

1. Mai 2013Liebe Genossinnen und Genossen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Liebe Freundinnen und Freunde!

Der 1. Mai ist noch immer der wichtigste Feiertag für die Arbeiterschaft, denn wir leben in einem System, in dem uns Tag für Tag eingetrichtert wird, dass wir Arbeiterinnen und Arbeiter, dass wir kleine Angestellte oder kleine Selbständige immer so „flexibel“ wie möglich sein sollten, damit wir am Markt konkurrieren können. Andererseits sorgt dieses System dafür, dass unsere Löhne seit Jahren sinken, die Preise immer stärker steigen, die Kollektivverträge immer maroder werden und sämtliche Sozialeinrichtungen zunehmend zerbröseln. Ja, wie heißt denn dieses System? Es ist weder eine ökosoziale Marktwirtschaft, noch ist es eine „soziale“ Wirtschaft. Dieses System heißt Kapitalismus, der schon lange die Grenzen zum Monopolkapitalismus, zum Imperialismus überschritten hat. Oder kennt jemand von euch Kleinunternehmen, die noch mit Nestlé, Coca Cola, Apple, … konkurrieren können?

Nun die Frage: Wenn dieses System, der Kapitalismus so schlecht, so beschissen für die Mehrheit der Menschheit ist, wer sind denn diejenigen, die uns einreden, wir sollen „ökonomisch denken“ und mit unseres Gleichen konkurrieren, damit wir mal Karriere machen können? Es ist die sogenannte Arbeitgeberfront, das Großbürgertum, die Kapitalistenklasse, die den ArbeiterInnen nicht wohlgesinnt ist, nicht wohlgesinnt sein kann. Nicht heute, nicht vor 50 Jahren, nicht vor 150 Jahren und auch in Zukunft nicht. Sehen wir uns einmal die Industriellen Vereinigung an: auf der einen Seite werben sie intensiv, vor allem bei uns Jungendlichen nach dem Motto „wir geben euch eine Chance“. Auf der anderen Seite hatte die Industriellen Vereinigung die sensationelle Idee, die staatlichen Feiertage so zu verschieben, dass es keine Fenstertage mehr geben sollte, damit die Wirtschaft durch längere Arbeitszeit weiter angekurbelt wird. Sprich: wir sollten auf unsere Freizeit und auf unsere Entfaltungsmöglichkeiten verzichten. Und für was? Genau! Für den Gewinn, für die PROFITINTERESSEN der Banken und Konzerne!!!!

Allein an diesem Beispiel kann man erkennen, dass die Interessen der Kapitalistenklasse nie und nimmer die Interessen unserer Klasse, die Interessen der Arbeiterklasse sind!!! Was vor 100 Jahren ein Ausbeuter war, ist es auch heute noch. Und genau aus diesem Grund müssen wir, die systematisch Ausgebeuteten, heute wie auch vor 100 Jahren für unsere hart erkämpften Rechte eintreten und die hier lebenden und arbeitenden Menschen davon überzeugen, dass der Kapitalismus nicht ihr System ist, sondern jenes der Banken und Konzerne. Wir, als in Österreich politisch Organisierte, haben die Pflicht, verstärkt darauf hinzuarbeiten, dass dieses ungerechte, menschenverachtende, ausbeuterische System, der Kapitalismus, mehr und mehr ins Wanken kommt, bis wir letztlich stark genug sind, um ihn dorthin zu befördern, wo er hingehört, nämlich auf den Misthaufen der Geschichte.

  • Stärken wir den Klassenkampf in Österreich und weltweit!
  • Klasse gegen Klasse! Für den Kommunismus!
  • Es lebe der 1. Mai!!!!!
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