Solidarität mit den Opfern faschistischer Gewalt in Wien und überall

Sonntagmittag, wenige Stunden vor dem großen Wiener Derby Austria gegen Rapid, wurden die Räumlichkeiten der ATIGF (Föderation der Arbeiter und Studenten aus der Türkei in Österreich) von ca. 40 Neonazis aus dem Dunstkreis der seit längerem mit Stadionverbot behafteten Ultra-Gruppierung des FK Austria Wien „Unsterblich Wien“ gestürmt.

kundgebungDie Angreifer – bewaffnet mit Stöcken, Ketten und Bierflaschen – drangen in das Vereinslokal ein, als gerade ein Genosse der KOMintern (Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative International), die zu diesem Zeitpunkt eine Konferenz in den Räumlichkeiten der befreundeten ATIGF abhielt, das Lokal kurz verlassen wollte. Nachdem dieser von dem organisierten Nazimob im Stiegenhaus tätlich angegriffen und krankenhausreif geprügelt wurde, formierten sich die anwesenden rund 60 GenossInnen von ATIGF und KOMintern zum gemeinsamen Widerstand und konnten die geplante, organisierte und faschistisch motivierte Stürmung des Lokals abwehren. Im weiteren Verlauf wurden die feigen und hinterlistigen Neonazis durch entschlossenes Handeln in die Flucht geschlagen und mehrere Blocks durch den 10. Wiener Gemeindebezirk verfolgt, um diese kurz darauf zu stellen und der Polizei zu übergeben. Neun von ihnen wurden auf der Stelle in Verwahrung genommen.

Dieser Angriff ist weder auf einen „Lausbubenstreich“ oder „dumme Jugendliche“ zurückzuführen, sondern zeigt deutlich – wie das Beispiel der Ermordung des griechischen Rappers Pavlos Fyssas aka Killah P durch Anhänger der griechischen Nazipartei ‚Goldene Morgenröte‘ oder die Aktivitäten des NSU in Deutschland – dass organisierte, reaktionäre Kräfte der rechtsextremen Szene eine Bedrohung für alle linken, fortschrittlichen und sozialistischen Kräfte darstellen und diese europaweit auf dem Vormarsch sind. Dass diese extrem rechten Strömungen hierzulande wie auch anderswo, Hand in Hand mit Austeritätspolitik, explodierenden Arbeitslosenzahlen, immer schärferen Asylgesetzen sowie einer Entsolidarisierung der Gesellschaft im Zuge des neoliberalen Fetisch einhergehen, steht für keineN aufmerksameN BeobachterIn außer Zweifel.

Die KJÖ Wien übermittelt den GenossInnen von ATIGF und KOMintern ihre uneingeschränkte Solidarität, und ruft daher alle antifaschistischen Kräfte auf, heute um 17 Uhr am Viktor-Adler-Markt geschlossen ein starkes Zeichen gegen rassistische Hetze und faschistische  zu setzen.

Denn unsere Losung lautet: Nieder mit dem Kapital! Nieder mit dem Faschismus! Für eine sozialistische Gesellschaft! Hoch die internationale Solidarität!

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