Zentralmatura? Nicht mit uns!

maturaOhne Berücksichtigung der Anliegen und Kritikpunkte von Schülerinnen und Schülern wurde vor einigen Jahren die Einführung der Zentralmatura in Österreich beschlossen und auch jetzt zeigt man sich nicht bereit die offensichtlichen Mängel der „Neuen Kompetenzorientierten Reifeprüfung“ einzugestehen. Die Leidtragenden dieser politischen Farce sind freilich jene SchülerInnen, die ab 2014 als Versuchskaninchen  ihre Matura absolvieren müssen und das organisatorische Chaos der ständig neuen Beurteilungskriterien ausbaden dürfen. 

Es hat sich auch bereits gezeigt, dass vor allem SchülerInnen aus ärmeren sozialen Verhältnissen durch die neue Matura zusätzlich noch stärker benachteiligt sind. Von den Befürwortern der Zentralmatura wird hingegen gerne argumentiert, dass man durch dieses System die bessere Vergleichbarkeit der Schulleistungen erreichen könne.  Doch in der Realität dient sie vor allem dazu, die Schulen im Interesse der Privatwirtschaft in marktkonforme Ausbildungsstätten zu verwandeln, deren Ziel der permanente Notenwettbewerb und zunehmende Leistungsdruck für Jugendliche ist,  die auf die genauen Vorgaben der Zentralmatura hintrainiert werden sollen. Für Individualität und kritisches Hinterfragen der Lehrinhalte bleibt dann naturgemäß kein Platz mehr übrig.  Doch sollte die Schule kein Ort der stetigen Konkurrenz und Bewertbarkeit sein, sondern gebildete und interessierte Menschen hervorbringen.  Eine nur auf Zahlen- und Noten- bezogene Vergleichbarkeit ausgerichtete Zentralmatura, die obendrein mehr organisatorischen Aufwand bedeutet,  ist dafür schlichtweg ungeeignet.

Organisiert und wehrt euch, nur zusammen können wir was bewegen!

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