Sei kein Rädchen im System! Heraus zum 1. Mai!

1. Mai 20141. Mai 2014, 10 Uhr, Oper
(U1/2/4 Karlsplatz)

Seit fast 125 Jahren gehen Arbeiterinnen und Arbeiter am 1. Mai auf die Straße, um für ihre Forderungen zu demonstrieren. Viel hat die österreichische Arbeiterschaft seitdem durchmachen müssen: von Massenentlassungen und Verelendung während wirtschaftlichen Krisen, bis hin zu Verboten ihrer Organisationen. Schaut man sich die heutige Lage einmal genauer an, dann kann man erkennen, dass wir in Österreich mittlerweile erneut am Beginn dieser Aufzählung stehen. Mit über 400.000 erwerbslosen Personen wurde in Österreich die höchste Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik erreicht. Und ein Ende ist nicht abzusehen, haben doch bereits größere Betriebe Entlassungen für dieses Jahr angekündigt!

Und auch für uns arbeitende und/oder lernende Jugendliche sieht die Lage nicht besser aus. So stieg die Quote der Jobsuchenden unter 25 Jahren um 3,7 Prozent auf 49.500. Hinzu kommt, dass uns viel zu wenige Lehrstellen angeboten werden. Ende Dezember standen 5.300 Lehrstellensuchenden 2.900 sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber. Doch nicht nur die Arbeitsmarktlage bereitet uns Kopfzerbrechen. Bei ansteigenden Preisen des Alltäglichsten und steigenden Mieten bleibt am Ende des Geldes immer noch viel zu viel Monat. Hinzukommt, dass (scheinbar unbemerkt) unsere demokratischen Rechte immer weiter eingeschränkt werden: im Betrieb, auf der Uni, in der Schule oder im ganz Allgemeinen (hier v.a. das Demonstrationsrecht).

Ist aber auch klar, da für die vermehrte Teilnahme an internationalen Auseinandersetzungen und militärischen Einsätzen v.a. in „unserem Hinterhof“, wie dies in Bosnien oder auch im Kosovo bereits der Fall ist, ein ruhiges Hinterland benötigt wird. Daher sollen wir als stille und durch die gleichgeschalteten Medien dummgehaltene Masse mehr arbeiten (12-Stunden-Tag), weniger verdienen, uns gegen unsere türkischen/jugoslawischen/österreichischen/etc. ArbeitskollegInnen ausspielen lassen, die verursachten Schäden (Hypo-Bank) der Herrschenden zahlen, brav konsumieren und uns auch noch darüber freuen, dass es uns im Vergleich zu anderen Ländern doch so gut geht. Bei über 1.000.000 in Armut Lebenden bzw. von Armut stark Gefährdeten hält sich unsere Freude allerdings mehr als in Grenzen!

Wenn wir nicht länger die Generation Praktikum, die Generation, die schlechter als ihre Eltern leben wird, sein wollen, müssen wir zur Generation Widerstand werden. Denn wenn es nach den Herrschenden geht, sollen junge Menschen ihrer soziale Lage vereinzelt und wehrlos gegenüber stehen. Die uns erdrückenden Probleme sind aber keine individuelle Sorgen, sondern betreffen eine ganze Generation. Es sind gesellschaftliche Missstände, die es durch gemeinsame Aktion zu beseitigen gilt.

Die Gegner der arbeitenden und lernenden Jugend sind vielfältig und stark: Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer, österreichische Bundesregierung und Europäische Union. Sie sitzen in den Konzernetagen und Aufsichtsräten, sind Teil einer sogenannten parlamentarischen Opposition, die als rechtsextreme Scharlatane, grüne Heuchler oder neoliberale Einpeitscher die Hofnarren im Parlament geben, sie sitzen in den Medienkonzerne und Militärstäben.

Aber all den Schweinerein angefangen von Leistungsdruck, Geldmangel und miesen Zukunftsperspektiven, können wir die Idee einer Welt gegenüberstellen, in der wir nicht länger stumme Befehlsempfänger ohne Perspektiven sind, sondern ein selbstbestimmtes Leben führen können. Und dafür müssen wir gemeinsam kämpfen.

Wir wollen überall dazu beitragen, Erfolge gegen die kapitalistische Profitlogik, gegen Neofaschismus und Diskriminierung aufgrund der Herkunft, des Geschlecht oder der sexuellen Orientierung, gegen Kriegstreiberei und Umweltzerstörung zu erreichen. Dafür müssen wir uns zusammenschließen und gemeinsam aktiv werden!

Keine Kohle, keine Zeit, keine Zukunft?

Unsere Antwort: Generation Widerstand!

Wir haben die Schnauze gestrichen voll von dem System, in dem wir leben! Denn wir wissen, dass es auch anders gehen kann, wenn sich nicht die Mehrheit der Menschen für die Gewinne einer verschwindend geringen Minderheit ausbeuten lassen muss und die gesamte Gesellschaft nach der Logik dieser Geldsäcke ausgerichtet ist. Um davon mehr Menschen zu überzeugen, wollen wir mit Dir gemeinsam den 1. Mai nutzen!

Wir sehen uns am 1. Mai auf der Straße!

Klasse gegen Klasse! Für den Kommunismus!

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