29. Jänner: Demo gegen den FPÖ-Burschenschafterball

Am 29. Jänner 2016 werden erneut deutschnationale Burschenschafter zum Ball der extremen Rechten in der Wiener Hofburg antanzen. Dies gilt es zu verhindern! Im folgenden findet ihr den Aufruf der Offensive gegen rechts!

Demo gegen Akademikerball - 29. Jänner

Antifaschistisch. Solidarisch. Offensiv.

Am 29. Jänner 2016 findet erneut der FPÖ-Burschenschafterball unter dem Decknamen „Akademikerball“ in der Wiener Hofburg statt. Auch dieses Jahr rufen wir alle Antifaschist_innen dazu auf, sich an den Protesten gegen die FPÖ und deutschnationale Burschenschafter zu beteiligen.

Antifaschistisch – gegen FPÖ und Rassismus!

2014 verweigerte die Hofburg Betriebsges.m.b.H. dem Wiener Korporationsring (WKR) die Ball-Räumlichkeiten in diesem repräsentativen Gebäude. Die FPÖ zögerte nicht lange und meldete das Event unter ihrem Namen an. Ein eindeutiges Signal von der Freiheitlichen Partei, die sich damit offen und selbstbewusst zu rückschrittlichen, elitären und rechtsextremen Männerbünden bekennt. Burschenschafter stellen die Mehrheit der FPÖ-Abgeordneten im Nationalrat und im Wiener Landtag.

Deutschnationale Burschenschafter geben in der FPÖ den Ton an. Während ihre Lebensrealität nichts mit den Problemen des Großteils der Bevölkerung zu tun haben, nutzt die FPÖ die aktuelle gesellschaftliche Lage dafür, ihr rückschrittliches Weltbild wieder salonfähig zu machen. Die Ablehnung von erkämpften Frauenrechten und Arbeiter_innenrechte, zb. Gewerkschaften, ihr offener Antisemtismus, die Ablehnung von Andersdenkenden und Minderheiten zählen seit je her zum fixen Bestandteil des deutschnationalen Weltbildes.

Deutschnationale Burschenschafter haben für die FPÖ eine wichtige Funktion: Nach Innen geben sie den Ton an, nach Außen gelten sie als Verbindungsglied zum organisierten Rechtsextremismus. Ihre Ziele sind keine sozialen Verbesserungen, sondern Rassismus und Hetze – Deutschnationale Burschenschaften waren und sind das Symbol des österreichischen Rechtsextremismus.

Solidarisch mit Flüchtlingen!

Zahlreiche Länder, darunter Syrien, werden entweder durch brutale Kriege zerstört oder von bitterster Armut heimgesucht. Unzählige Menschen müssen deswegen ihre Heimat verlassen und Schutz in einem anderen Land suchen. In den letzten Monaten haben viele Menschen in Österreich die Zeichen der Zeit erkannt und Solidarität und Menschlichkeit bewiesen. Sie halfen dort, wo Hilfe benötigt wurde und wird.

Wo die Bundesregierung untätig blieb und die akute Hilfe der zu uns geflohenen Refugees nur durch die Hilfsbereitschaft der unterstützenden Menschen sichergestellt werden konnte, durfte die Hetze der FPÖ nicht fehlen. Anstatt schutzbedürftigen Menschen zu helfen, verbreitete die FPÖ und ihr rechtsextremer Anhang nur Lügen und allerlei Schauermärchen. Damit machte sie nur deutlich, dass sie die, sich in einer Notsituation befindenden Menschen gleich wieder abschieben und damit Verfolgung und Tod aussetzen würde. Umso wichtiger ist es, dass wir auch an diesem Tag ein starkes Zeichen der Solidarität setzen. Sagen wir klar: Burschenschafter vertreiben – Flüchtlinge bleiben!

Offensiv – für Umverteilung von oben nach unten!

Mieterhöhungen, Lohnkürzungen, unsichere Arbeitsverträge, etc. sind für uns alle alltägliche Erfahrungen. Sie sind Folge der herrschenden Politik, die nur eines kennt: Kürzen, Kürzen, Kürzen. Rechtsextreme Parteien wie die FPÖ nützen derartige Entwicklungen aus. Weil niemand benennt, wer wirklich aus dieser Situation profitiert, nämlich die Reichen und Mächtigen, macht die FPÖ Migrant_innen, Flüchtlinge, Arbeitslose und Minderheiten zu Sündenböcken. Durch Hetze und Panikmache eilen sie von einem Wahlsieg zum anderen und präsentieren sich dabei auch noch als angebliche Partei der “kleinen Leute”.

Doch kommt die FPÖ wieder in die Regierung, wird die Mehrheit der Bevölkerung noch mehr zu leiden haben. Die Konsequenzen einer FPÖ-Regierungsbeteiligung sind keine Verbesserungen der sozialen Standards, sondern Hetze und Ausgrenzung. Deutschnationale Burschenschafter sind die Speerspitze dieses rückständigen Denkens. Ihnen geht es nicht um eine Verbesserung für die Menschen, oder gar um eine gerechtere Gesellschaft, sondern um eine Ordnung, in der ihre Machtpositionen und Profite auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung gesichert sind. Dass sie in diesem Bestreben zu allem fähig sind, lehrt uns die Geschichte.

Gehen wir also gemeinsam auf die Straße und sagen klar:

Nie wieder Faschismus – Nie wieder FPÖ!

Flüchtlinge bleiben – Burschenschafter vertreiben!

Umverteilung von oben nach unten!

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