Presseaussendung: Opernballdemo 2017 angekündigt

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Utl.: 23.2.2017: Kaviar für euch, Krise für uns

Nach langer Pause wird es 2017 wieder eine Demonstration anlässlich des Opernballs in Wien geben. Die Gründe dafür drängen sich jeden Tag immer mehr auf: In kaum einem anderen europäischen Land sind der gesellschaftliche Reichtum und das Einkommen so ungleich verteilt und besteuert wie in Österreich. Das reichste eine Prozent der Bevölkerung besitzt über 460 Milliarden Euro – und damit ebenso viel wie die „untersten“ 90 Prozent der ÖsterreicherInnen.

„Während die Einen ihr Vermögen in unvorstellbare Höhen steigern, sind es die Anderen, die immer schwieriger überhaupt über die Runden kommen können. Der Reichtum der Einen, führt zur Armut der Anderen“, fasst David Lang, Bundesvorsitzender der Kommunistischen Jugend Österreichs (KJÖ), die Situation zusammen. Daraus resultieren Rekordarbeitslosigkeit, stets zunehmender Druck am Arbeitsplatz, in Schulen und Uni, Kürzungen bei sozialen Leistungen und fehlende Mittel für Gesundheitsversorgung, Pensionen oder Bildung.

„Der Opernball steht stellvertretend für all dies. Hier feiern sich die Reichen und ihre Handlanger im Parlament selber ab. Und das in Logen um über 20.000 Euro, während in Österreich über eine Million Menschen arm oder armutsgefährdet sind. Es ist höchste Zeit, wieder in die Offensive für die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums zu gehen!“, so Lang entschlossen.

Aus diesem Grund hat die KJÖ am 23.2.2017 eine Demonstration unter dem Slogan „Eat the rich!“ mit Startpunkt U3 Johnstraße angemeldet. „Wir wollen wieder in Bewegung kommen und klar formulieren, wo die Verantwortung für die immer düstereren Zukunftsperspektiven so vieler Menschen liegt. Wir wollen gemeinsam auf die Straße gehen und ein starkes Zeichen für Solidarität gegen den Irrsinn der Reichen setzen“, bringt David Lang die Planung auf den Punkt.

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