Nein zum 12-Stunden-Tag! Ja zum 6-Stunden-Tag!

Vor fast 100 Jahren wurde von der ArbeiterInnenbewegung der 8-Stunden-Arbeitstag in Österreich erkämpft. Das wird heute vom neoliberalen Wahn der Regierung gefährdet. Die SPÖ-ÖVP-Regierung hat die Sozialpartner mit der Ausverhandlung der „Arbeitszeitflexibilisierung“ betraut.

Hinter diesem schönen Wort steckt wenig Schönes – nämlich die Erhöhung der regulären Arbeitszeit auf 12 Stunden pro Tag. Das wird als alternativlos dargestellt und noch dazu mit dem irrwitzigen Argument untermauert, Arbeitsplätze zu schaffen. Dabei verschweigen sie die Realität der arbeitenden Bevölkerung in Österreich. Zusehends schlechtere Arbeitssituationen, Teilzeitarbeit, unbezahlte Überstunden, Leiharbeit usw. sind für Millionen Menschen längst üblich. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit bietet für alle diese Probleme keine Lösung, sondern verschärft sie nur weiter. Sie wollen die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, weiter verschlechtern: Längeres Arbeiten um weniger Geld, Wegfall von Zulagen und Optimierung der Ausbeutung durch das Kapital.


Während auf der einen Seite Rekordarbeitslosigkeit herrscht, steigen die Profite der Reichen beständig. Auch die Produktivität wird dauernd gesteigert. Das heißt: es konnte noch nie zuvor so viel mit so wenig Arbeitszeit produziert werden. Diese Entwicklungen werden aber nicht als Anstoß genommen, um bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Im Gegenteil: wir sollen immer mehr hackeln, damit die Reichen noch reicher werden. Wir wollen diese angebliche Alternativlosigkeit nicht hinnehmen und fordern: Verkürzung der Arbeitszeit auf 6 Stunden pro Tag bei vollem Lohn- und Personalausgleich! Das würde tatsächlich Arbeitsplätze schaffen und die Lebensumstände der arbeitenden Bevölkerung deutlich verbessern.

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